14.12.15 - „Butter bei die Fische“ - Klausurtagung der ALW

„Butter bei die Fische“

Klausurtagung der ALW

Weiterstadt- Sichtlich zufrieden zeigte sich der Fraktionsvorsitzende der Alternativen Liste Weiterstadt (ALW), Heinz-Ludwig Petri, am vergangenen Freitagabend. Der Grund: zahlreiche ALW-Mitglieder waren an die hessisch-bayrische Grenze in den Landgasthof Ohrnbachtal gekommen, um mit einem gemeinsamen Abendessen das diesjährige Klausurwochenende zu beginnen. Die meisten wählten Forelle aus dem nahegelegenen Fischteich, natürlich mit zerlassener Butter.

„Butter bei die Fische“ hätte auch das Motto der folgenden zwei Klausurtage sein können, wenn man diese Redewendung im Sinne von zur Sache kommen interpretiert. Nachdem das Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2016 und die Kandidatenliste bereits  in einer Mitgliederversammlung verabschiedet worden waren, sollten während der Klausurtagung Strategie und Planung des Wahlkampfes im Vordergrund stehen. Doch zunächst blickte Petri auf die Arbeit des vergangenen Jahres  zurück.

„Die ALW hat mit zahlreichen Aktionen wie beispielsweise Info-Ständen zu dem geplanten Freihandelsabkommen mit den USA(TTIP) und zur Situation von Behinderten in Weiterstadt Präsenz gezeigt“ resümierte er. Große Aufmerksamkeit habe die Worldwide Blanket Aktion für mehr Nachhaltigkeit während des diesjährigen Filmfestes im Braunshardter Tännchen hervorgerufen. Zudem habe die ALW ihre Außendarstellung modernisiert, am ehesten zu erkennen am neuen Erscheinungsbild des Knackpunktes. Eine Freude sei die gute Beteiligung der Weiterstädter Bevölkerung am Frühjahrsspaziergang durch die Felder entlang der Naturschutzfläche Schlimmer Graben gewesen.“

Die Spitzenkandidatin der ALW zur Kommunalwahl am 6. März 2016, die ehrenamtliche Erste Stadträtin Dorothee Spätling-Slomka, ging noch einmal auf die bereits verabschiedeten Leitlinien der ALW ein, in denen, untergliedert in die Abschnitte „Transparenz leben“, „Ökologisch denken“ und „Sozial handeln“ die politischen Ziele für die Legislaturperiode nach der Wahl dargestellt sind. “Für diese Ziele setzen wir uns ein und wir wollen sie auch durchsetzen“ so Dorothee Spätling-Slomka.

Die ALW-Sozialexpertin Dr. Barbara Pohl, an zweiter Stelle der Kandidatenliste positioniert, erinnerte daran, dass die ALW mit Anträgen an die Stadtverordnetenversammlung und ihrem Einsatz viele Projekte auf den Weg gebracht habe, die derzeit umgesetzt werden oder kurz vor der Realisierung stehen. Dazu zählen beispielsweise die Verwendung der Gelder aus dem Fraport-Fond für die Verschönerung der innerörtlichen Begegnungsplätze der besonders vom Fluglärm geplagten Stadtteile Gräfenhausen, Schneppenhausen und Braunshardt. Der Beginn der Umgestaltung der Darmstädter Straße, seit Jahren das Anliegen der ALW, steht im kommenden Jahr an. Ebenso die barrierefreie Gestaltung des Weiterstädter Bahnhofs ab Januar 2017 sowie die Etablierung des Behindertenbeirats.

„Für die Realisierung des innerörtlichen Begegnungsortes am Bürgerhaus in Schneppenhausen werden uns weiterhin stark machen. Die Erstellung eines Behindertenaktionsplans für Weiterstadt, seit Jahren beantragt, ist dringend notwendig. So schreibt es die UN-Behindertenrechtskonvention vor. Dass jetzt auch andere Parteien diese Projekte für sich beanspruchen, zeigt, dass die ALW seit Jahren den richtigen Weg geht. Enttäuscht sei man in der ALW über den nicht gegebenen Startschuss zum Bau des Bürgerhauses Braunshardt, obwohl er von allen politischen Gruppen 2011 noch in dieser Legislaturperiode versprochen worden sei. Wir halten uns an das Versprechen gebunden und werden uns weiterhin für einen möglichst schnellen Baubeginn einsetzen, zumal die Finanzierung gesichert ist“ so Dr. Barbara Pohl.

Der überwiegende Teil des Klausurwochenendes war den Detailplanungen zur Gestaltung von Wahlplakaten, den Plakatierungsaktionen, dem kurz vor der Wahl erscheinenden Knackpunkt, dem Wahlkampf im Internet und anderen Wahlkampf-Aktionen gewidmet. „Besonders die neuen und jüngeren Kandidatinnen und Kandidaten haben sich sehr gut in diese Arbeiten eingebracht. Wir haben jetzt Fakten geschaffen, um weiterhin erfolgreiche Politik für Weiterstadt machen zu können“ fasste Fraktionsvorsitzender Heinz-Ludwig Petri die Ergebnisse dieses Klausurwochenendes zusammen.